Nachrichtenübersicht

Aktuell

Hier finden Sie die chronologische Übersicht unserer aktuellen Mitteilungen.

"Es war uns eine Ehre" Abschied von Lothar Braun

Lothar Braun starb am 17. Februar kurz vor seinem 93sten Geburtstag. Er war ehemaliger Lokalchef der Offenbach-Post, Autor und Leiter des Presseamtes im Rathaus. Von der Stadt Offenbach erhielt er die Bürgermedaille in Silber und die Rathausmedaille. Auch im Ruhestand war er weiterhin als Journalist tätig. Lothar Braun war nicht nur langjähriges Mitglied der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Offenbach a.M. – Stadt e.V., sondern auch kreativer Kopf und fester Bestandteil des „Erzählcafé“-Teams. Seine „sanfte“ Kritik bei der Auswahl der Themen und seine humorvolle, menschliche Berichterstattung werden nicht zu ersetzten sein. In unzähligen Treffen, zuletzt meist im „FRIEDA-einfach lecker“, weil es für den 92jährigen am einfachsten zu erreichen war, trafen sich Kurt Herrmann (1. Vorsitzender der AWO), Kurt Henninger(1. stellv. Vorsitzender der AWO), Karl-Heinz Stier (Moderator Erzählcafé) und Jana Holecek (Presse AWO) mit dem „Meister der Worte“ um die Erzählcafés zu planen oder um sich mit den mitwirkenden Gästen im Vorfeld zu besprechen. Lothar Braun wachte zusammen mit Karl-Heinz Stier stets darüber, das dass Publikum eingebunden wurde und aus dem Erzählcafé kein „Vortragscafé“ wurde. Seine anschließenden Artikel waren humorvoll ohne jemals zynisch zu sein. Nach einem der letzten Treffen im vergangenen Herbst, an dem schweren Herzens beschlossen wurde vorerst keine weiteren Veranstaltungen mehr zu planen, schrieb er in einer Mail: „Da können wir wohl nur auf bessere Zeiten hoffen. Die Gegenwart ist hin, es lebe die Zukunft. Bleibt heil, bleibt übrig.“ Jetzt ist das Erzählcafé-Team „übrig“. Dennoch wird es versuchen in seinem Sinne weiter zu machen, sobald es die Lage wieder zulässt. Seine Fußstapfen wird jedoch niemand füllen können. „Mit ihm zu arbeiten war uns eine Ehre. Wir werden ihn sehr vermissen“.

Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeiter

Virtueller Besuch von Dominik Schuster

Seit Oktober vergangenen Jahres ist Dominik Schuster der neue kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen. „Inklusion bedeutet für mich, dass Menschen mit Behinderungen ihr Leben nicht mehr an vorhandene Strukturen anpassen müssen“, sagt Schuster. Vielmehr sei die Gesellschaft aufgerufen, Strukturen zu schaffen, die es jedem Menschen – mit und ohne Behinderung – ermöglichen, von Anfang an ein wertgeschätzter Teil der Gesellschaft zu sein. Teilhabe konkret machen, ist ihm ein erstes Anliegen, betonte er bei seinem virtuellen Besuch in den Werkstätten Hainbachtal in der Waldstraße 353. Das 1970 als „beschützende Werkstatt“ für zunächst 15 Menschen mit geistiger Behinderung gegründete Unternehmen, ist mit über 1.000 Beschäftigten mit und ohne Behinderung heute eines der der größten mittelständischen Unternehmen in Stadt und Landkreis Offenbach. Schuster sprach mit Geschäftsführer Frank Hofmann, dem Social Media Beauftragten Tom Belz und der für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Jana Holecek in einer Videokonferenz über die aktuelle Arbeit in Zeiten der Pandemie. Seit Beginn der Corona-Maßnahmen informieren Frank Hofmann und Tom Belz mit dem Format „Tom fragt Frank“ bei Facebook (https://www.facebook.com/WerkstaettenHainbachtal) und beantworten den inzwischen schon über 1.400 Followern Fragen zu aktuellen Themen. In einer der nächsten Folgen möchten beide Dominik Schuster vorstellen und gemeinsam mit ihm für die Kommunalwahl am 14. März informieren. Zusammen mit Pia Tassler Projektkoordinatorin beim Projekt WIR, hat Schuster Informationen zur Kommunalwahl in leichter Sprache zusammengestellt. Auf 35 Seiten erklärt die Broschüre zum Beispiel die Aufgaben der Stadtverordnetenversammlung und des Ausländerbeirats, wer stimmberechtigt ist und wie genau im Wahllokal oder per Briefwahl gewählt wird. Die Broschüre wird nun zeitnah an die etwa 750 Werkstattmitarbeiter und Tagesförderstätten-Besucher im Hainbachtal und den Außenstellen verteilt werden. Darüber hinaus gibt es viele weitere Ideen, um Menschen mit Behinderungen ihre Rechte und Möglichkeiten aufzuzeigen und sie zu unterstützen.

Foto: „Übergabe Broschüre“ v.l.n.r.: Daniele Furnari (Werkstattmitarbeiter), Killian Davis (Werkstattmitarbeiter), Susanna Bielor (Gruppenleiterin Berufsbildungsbereich), Heike Hoppert (Abteilungsleitung Berufsbildungsbereich), Martin Simmich (Prokurist und Fachbereichsleiter Pädagogik und Personal), Annett Cammin (Gruppenleiterin Konfektionierung).

Foto: "Virtueller Besuch" Stadt Offenbach/ Werkstätten Hainbachtal

 

Masken- Spende von fleissigen Näherinnen

Nach einer Spende von 334 Stoffmasken letzten Sommer erhielten die Werkstätten Hainbachtal nun nochmal über 470 Stück von dem Team um Nursel Seilkopf, Doris Ott und Simone Peterson. Sie fertigten, in Zusammenarbeit mit dem Ditip e.V., dem Faromder Verein und dem Vorstand des Nachbarschaft Verein Niederfeld e.V. sowie der Unterstützung der Kirchen, insgesamt über 4500 Stoffmasken für soziale Einrichtungen an. Private Geldspenden von 225€ wurden auf 250€ aufgerundet und an die „Haltestelle“ Seligenstadt weitergeleitet, wo Ehrenamtliche Essensspenden sammeln und liefern. In den Werkstätten Hainbachtal ist man weiterhin dankbar für Unterstützung aller Art um Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Werkstatt und damit zur Arbeit genehmigen zu können. Die Arbeit gibt vielen Mitarbeitenden eine Tagesstruktur, sie treffen hier ihre Freunde und leisten einen wertvollen Beitrag. Sabine Walter nahm die Spende stellvertretend für die Werkstätten entgegen.

Die Werkstätten bauen Fledermauskästen

Hartmut Müller von der Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen (AgFA) ließ 90 Bausätze für 20 Halbhöhlen, 40 Meisenkästen und 30 Fledermauskästen in den Werkstätten Hainbachtal anfertigen. Die AgFA ist eine unabhängige NABU Arbeitsgemeinschaft (fledermausschutz-seligenstadt.de). Für die Werkstattmitarbeiter in der Holzwerkstatt ist die Arbeit an den Nistkästen eine schöne Abwechslung. Betreut und beraten werden sie von Jürgen Brenner und Hans Hempel.  Mit diesem Projekt werden Menschen mit Handicap gefördert, Wildtiere unterstützt und auch an Grundschulen kommen die Bausätze und Nistkästen im AgFA Projekt „Naturlernort Schule“, sobald dies wieder möglich ist, zum Einsatz. Für den Artenschutz wurden ferner 25 Mopsfledermauskästen und 25 Fledermauskästen mit mehreren Kammern gefertigt. Die Kästen wurden von einer privaten Stiftung finanziell gefördert. Die Kästen werden von der AgFA auf ihre Praxistauglichkeit getestet und sollen zeitnah im Ostkreis Offenbach verteilt werden. Auch an der Wildbachschule im Hainbachtal sollen zu den bereits vorhandenen Vogel-Nistkästen noch Fledermaus-Nistkästen hinzu kommen. Privatleute können ebenfalls in den Werkstätten Hainbachtal die artgerechten Nist-Kästen für Ihren Garten bestellen. Sie sind von Fachleuten entwickelt und können fast überall angebracht werden. Infos auf https://fledermausschutz-seligenstadt.de/nist-und-fledermauskaesten/

Cookienutzung
Diese Website verwendet technisch relevante Cookies sowie Cookies von Drittanbietern, um Ihre Einstellungen zu speichern, unseren Datenverkehr zu analysieren und Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Wenn Sie Cookies aktivieren oder deaktivieren möchten, aktivieren oder deaktivieren sie die jeweilige Checkbox unter Details. Weitere Informationen zur Verwendung von Cookies finden Sie unter Datenschutzerklärung.
Einstellungen anpassen