Mehr als Arbeit: Begleitende Angebote

Rund 150 Fachkräfte, Produktionshelfer/innen und Freiwillige sorgen in den Werkstätten Hainbachtal dafür, dass die Werkstattmitarbeiter/innen individuelle Förderung erhalten, die über die rein berufliche Bildung hinausgeht. Vielfältige Gruppenangebote und persönliche, individuelle Unterstützung stärken die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung.

Die Weiterentwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten, das Erlernen sozialen Verhaltens, kulturelle und sportliche Unternehmungen sowie Schulungen zu wichtigen Themen (z.B. Gesundheit, Verkehrssicherheit) gehören zum Auftrag der Werkstätten.

Kursangebote wie auch die Beratung durch den Sozialen Dienst können in aller Regel während der Arbeitszeiten wahrgenommen werden.

Arbeitsbegleitende Maßnahmen

Arbeitsbegleitende Maßnahmen gehören von Anfang an zum Arbeitsalltag in den Werkstätten Hainbachtal. Im Berufsbildungs- wie auch im Arbeitsbereich dienen sie der individuellen Förderung der Werkstattmitarbeiter/innen. Ziel ist

  • die erworbene Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu erhöhen
  • die Weiterentwicklung der Persönlichkeit zu fördern
  • die soziale Eingliederung zu unterstützen

Zu den Angeboten für Menschen mit geistiger Behinderung gehören

  • Bewegungsangebote: z.B. Fußball, Schwimmen, Tanz, Gymnastik, Rollstuhltanz, Walken
  • Kulturtechniken: Lesen und Schreiben
  • Musisch-kreative Angebote: z.B. Combo, Rhythmusgruppe, Basteln
  • Ausflüge

Für Menschen mit psychischer Erkrankung gibt es z.B. folgende Angebote:

  • PC-Grundkurs
  • Ganzheitliches Gedächtnistraining, Entspannungstechniken
  • Gymnastik, Walken, Rückenschule

Für Planung, Organisation und Koordination der arbeitsbegleitenden Angebote ist der Soziale Dienst verantwortlich. Dabei werden Vorschläge, Wünsche und Interessen der Beschäftigten soweit wie möglich berücksichtigt.

Pädagogische Gruppen

Werkstattbeschäftigte, die sich aufgrund ihrer momentanen psychischen oder psychischen Verfassung dem allgemeinen Arbeitstempo oder dem Gruppengeschehen nicht gewachsen fühlen, bekommen Unterstützung in einer der pädagogischen (Sonder-)Gruppen.

Pädagogische Gruppe 1

Ziel dieser Gruppe ist es, durch individuelle Förderung eine Verbesserung oder Stabilisierung des Befindens, besonders der psychischen Verfassung, herbeizuführen, so dass die Teilnehmer/innen in den Arbeitsbereich zurückkehren können. Sie trainieren verschiedene Arbeiten aus dem Produktionsbereich und erhöhen so ihre Belastbarkeit. Besonders das Sozialverhalten sowie das Verhalten in einer Gruppe wird hier geübt. Im Rahmen von Praktika nähern sich die Teilnehmer/innen dem regulären Arbeitsbereich allmählich wieder an.

Pädagogische Gruppe 2

Hier werden Menschen aufgenommen, die einen ganzen Arbeitstag aufgrund ihres Alters, der Form ihrer Behinderung oder ihres psychischen Zustandes nicht mehr bewältigen können. Die Gruppe bietet verschiedene Möglichkeiten der Beschäftigung an, zum Beispiel Kleingruppen-Projekte. Wer möchte, kann sich auch einfach selbst beschäftigen oder sich in eine Ruheecke zurückziehen. 

Ein weiteres wichtiges Ziel ist, durch intensive Teilhabe alters- und behinderungsbedingte Abbauprozesse zu stoppen oder zu verlangsamen. Auch hierfür gibt es individuell angepasste Beschäftigungsangebote.

Sozialer Dienst

Der Soziale Dienst ist die erste Anlaufstelle für Menschen, die sich für die Aufnahme in die Werkstätten Hainbachtal interessieren. Die Werkstattmitarbeiter/innen finden im Sozialen Dienst Ansprechpartner/innen bei persönlichen Problemen, im Umgang mit Behörden und Ämtern sowie bei Fragen aus dem beruflichen Alltag.

Aufnahme in den Arbeitsbereich

In den Arbeitsbereich der Werkstätten Hainbachtal können Menschen aufgenommen werden, die den Berufsbildungsbereich durchlaufen haben – egal ob im Hainbachtal oder in einer anderen Werkstatt. Mit ihnen klärt der Soziale Dienst die Möglichkeit einer Aufnahme.

Mehr erfahren? Zum Bereich Arbeiten in der WfbM » Arbeiten in der WfbM

Beratung von Werkstattmitarbeiter/innen

Die Fachkräfte des Sozialen Dienstes bieten Beratung und aktive Unterstützung. Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten im Sinne der Klient/innen ziehen sie gegebenenfalls weitere Spezialisten hinzu.

Das Beratungsangebot erstreckt sich vor allem über diese Bereiche:

  • Koordination und Vernetzung von Hilfen: z.B. im Umgang mit Ämtern und Behörden, in Fragen des Wohnens, bei der gesetzlichen Betreuung
  • Krisenintervention: z.B. bei familiären Problemen, persönlichen Krisen, Konflikten mit Kolleg/innen oder Vorgesetzten
  • Angehörigengespräche: z.B. zu Fragen der weiteren Lebensplanung

Arbeitsbegleitende Maßnahmen

Der Soziale Dienst ist auch zuständig für die Organisation der Arbeitsbegleitenden Maßnahmen.

Mehr erfahren?

Der Sozialdienst steht gerne für Informationsgespräche oder Werkstattführungen zur Verfügung.

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